Von: info@stadtsportverband-dorsten.de <info@stadtsportverband-dorsten.de>
Gesendet: Freitag, 22. Mai 2020 10:56
Betreff: Sport in diesen besonderen Zeiten

 

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

Sport macht gesund und glücklich – und zwar nicht nur aufgrund seiner körperlichen Auswirkungen, sondern auch wegen des Miteinanders, in dem wir ihn häufig betreiben. Bewegung und Begegnung haben vielen von uns in den zurückliegenden Wochen vor dem Hintergrund der „Corona-Krise“ und den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus sicherlich gefehlt. Während die Bewegung ein sehr wirksames Mittel ist, um auch den von einem solchen Virus ausgehenden Gefahren vorzubeugen, tragen allzu enge und zahlreiche Begegnungen leider dazu bei, dass es sich schneller verbreitet.

Beides dürfen wir nicht vergessen!

Wir sind sehr froh darüber, dass Anfang Mai in einem ersten Schritt unsere öffentlichen und privaten Anlagen wieder für den kontaktlosen Sport unter freiem Himmel und in bestimmten geschlossenen Räumlichkeiten freigegeben wurden, wenngleich dabei weiterhin das Abstandsgebot zu beachten und verschiedene Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz umzusetzen sind. In Kürze sollen weitere Lockerungen folgen. Auch der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb soll wieder erlaubt werden, die Sporthallen sollen über den Schulbetrieb hinaus auch wieder für den Vereinssport genutzt werden dürfen. Der Stadtsportverband wird Euch in diesem Prozess der Reorganisation gerne begleiten und Euch im Bedarfsfall mit seinen Möglichkeiten zur Seite stehen.

Die Stadt Dorsten hat für die Nutzung der Sporthallen auch nach Beteiligung einiger Nutzer ein Hygienekonzept entwickelt, das wir Euch im Anhang übersenden. Dieses Konzept mag teilweise auch als Ausblick darauf dienen, welche Anforderungen bei einer weitergehenden Öffnung ihrer eigenen Anlagen unter Umständen an die Vereine gestellt werden könnten. Die darin geforderten Maßnahmen darf man gewiss als „streng“ bezeichnen und ihre jeweilige Umsetzung dürfte für verschiedene Nutzer einigermaßen zeitintensiv werden, was natürlich zu einer Verminderung der effektiven Nutzungszeit für das Sporttreiben führen wird.

Sicherlich dürfen und müssen wir über solche Auflagen und erst recht und fortwährend über die – unsere zum Glück ansonsten ganz selbstverständlichen – Gewohn- und Freiheiten einschränkenden Maßnahmen, die sich eben auch auf den nicht zu vernachlässigenden sportlichen Alltag auswirken, diskutieren. Die Ansicht, „wenn dieses nun erlaubt ist, muss es jenes aber auch sein“, sollte man dabei aber nur als verkürzten Hinweis auf das natürlich zu berücksichtigende Gleichheitsgebot verstehen, wenn es vielmehr darum geht, welche Lockerungen verantwortbar und welche Einschränkungen und Auflagen zumutbar sind.

Wir erhoffen uns von Politik und auch Wissenschaft, uns in dieser für alle schwierigen und weitestgehend unbekannten Situation Orientierung zu geben. Zurecht erheben wir auch den Anspruch, dass uns der Sinn der Maßnahmen und Regeln erklärt, ihre Einhaltung gewährleistet und kontrolliert und ihre Wirkung und ihr Nutzen überprüft – und sie, wenn nötig, entsprechend angepasst werden. Dabei werden gerade in unserer schnelllebigen Zeit und erst recht vor dem Hintergrund dieser besonderen Krise Fehler gemacht. Viele werden sich wahrscheinlich erst in ein paar Monaten oder noch später als solche herausstellen. 

Fehler passieren uns demgegenüber bisweilen aber auch beim Umgang mit bzw. im Befolgen der Regeln. Auch auf Sportplätzen ist es – wenngleich ganz vereinzelt – schon dazu gekommen, dass sogar die Ordnungsbehörden einschreiten mussten.

Vor allem eines sollten wir nicht vergessen: Die Beschränkungen und sonstigen Maßnahmen dienen zunächst einem Ziel: unser aller Schutz – und insbesondere dem Schutz der körperlich geschwächten Menschen in unserer Gesellschaft. Diese befinden sich nicht nur fernab unserer Sportstätten in Krankenhäusern und Pflegeheimen, in denen viele auch nicht immer gänzlich gesunde Menschen nach wie vor mit teilweise mehr als vollem Einsatz einen sehr großen Aufwand betreiben, um die Ihnen anvertrauten Personen, die oft schon schwer genug an anderen Krankheiten und nun auch an der teilweisen Isolation leiden, vor einer Infektion zu schützen. 

Schutzbedürftige Menschen befinden sich in den allermeisten Familien, aber auch unter uns auf dem Sportplatz und in der Halle.

Wenngleich das Virus für die meisten von uns bislang zum Glück eine abstrakte Gefahr geblieben ist, so zeigen uns Beispiele auch aus der näheren Umgebung, wie schnell es sich eben doch wieder auszubreiten beginnt, wenn es an Abstand und Hygiene mangelt.

Deshalb bitten wir Euch, Euch auch weiterhin an die Regeln und insbesondere an diejenigen für eine möglichst sichere Ausübung des Sports, egal wo Ihr ihn betreibt, zu halten. Bleibt ausdauernd und besonnen und lasst nicht zu, dass vielleicht aus sportlichem Miteinander und Frohsinn für einige Menschen gefährlicher Leichtsinn wird!

Gerade der organisierte Sport muss auch weiterhin seiner Vorbildfunktion gerecht werden. Nicht nur unsere immer schon mit Leidenschaft tätigen Ehrenamtler haben in dieser Krise und unter ganz besonderen Bedingungen mit viel Engagement und auch Kreativität den Funktionen und Idealen des Sports zur Geltung verholfen und buchstäblich ihre Läden am Laufen gehalten, ohne dabei unerlaubte oder unnötige Risiken einzugehen. Und auch mit Abstand voneinander wurde und wird miteinander vieles möglich.

Den möglichst sicheren Weg sollten wir auch weiterhin nicht verlassen, denn den Schritt zurück möchte ganz bestimmt niemand. Manchmal mag dies vielleicht auch bedeuten, dass wir uns gegenseitig an die Regeln erinnern und ihre Einhaltung gemahnen müssen, dies schaffen wir aber auch im sensiblen Umgang miteinander und ohne Beteiligung der Ordnungsbehörden.

Vor allem aber macht eines: treibt Sport und bleibt gesund!

Sportliche Grüße

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Andrea Terboven

Geschäftsstelle des Stadtsportverband Dorsten e.V.

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